Beiträge mit dem Tag „

Steinmeier enttäuscht auf Carta.info

6. September 2009 von Uwe Alschner

Frank-Walter Steinmeier ist heute abend der Aufmacher auf Carta.info, dem von Robin Meyer-Lucht herausgegebenen Autorenblog. Ein enttäuschender Beitrag, der inhaltlich wenig Neues beinhaltet und im Gegenzug Carta dem Verdacht aussetzt, der SPD im Wahlkampf eine Plattform bieten zu wollen. Um diesen Vorwurf auszuschliessen, hätte Carta auf mehr Substanz in der Sache Wert legen und die Eigeninteressen der SPD/DDVG im Zeitungsmarkt (Stichwort Pressefusions-Kontrolle) wenigstens in der Autoren-Bio erwähnen sollen! Den ganzen Beitrag lesen »

BILD oder blöd?

16. März 2009 von Uwe Alschner

Dieter Althaus ist zurück auf der politischen Bühne. Zwar nicht in Thüringen, wo er bei seiner Wahl zum Spitzenkandidaten auf ärztliches Anraten nicht nach seinem fatalen Unfall anwesend sein konnte. Aber in der BamS von gestern und in der heutigen Bild. Die Empfehlung seiner Ärzte hierzu ist uns nicht bekannt. Klar wird aber schon jetzt, dass Althaus damit den ersten wirklich mutigen Schritt getan hat. Denn ob ihm dieses Interview nutzt oder schadet, ist selbst unter Freunden umstritten: Sein Wahlkampfmanager distanzierte sich bereits von diesem Coup. Wahrscheinlich ist: Althaus blieb kaum eine andere Wahl. Den ganzen Beitrag lesen »

Politik im Netz - Netzpolitik

11. Februar 2009 von Uwe Alschner

Blogging und Mikroblogging entwickelt sich - nicht erst seit dem erfolgreichen Obama-Wahlkampf zu einem einflussreichen Faktor der politischen Kommunikation. Blogs, Twitter, FriendFeed oder Facebook werden immer beliebter. Und besser. Eine Plattform, die schon seit Jahren zu den besten gehört ist netzpolitik.org. Netzpolitik ist nun ein echter Coup gelungen. Im Rahmen einer Nielsen-Studie ist die Benutzung der Mikroblog-Plattform Twitter durch die Mitglieder des Bundestages untersucht und vermeldet worden. Sowohl die politischen Parteien als auch viele Medien haben sich auf die je nach Standpunkt mehr oder weniger schlagzeilenträchtigen Ergebnisse gestürzt. Die Twitter-Affinität war bei der Union schwach und bei den Linken gar nicht ausgeprägt. Am stärksten habe die FDP abgeschnitten, hieß es. Prominentester Mikroblogger sei Franz Müntefering.
Es ist Netzpolitik gelungen, mit geringem Aufwand die Oberflächlichkeit der Debatte zu beweisen: der FDP-Sieg sei fragwürdig, weil mehrere Abgeordnete zwar einen Account angemeldet haben, diesen jedoch nicht nutzen. Und SPD-Chef Franz Müntefering ist auch nicht der Nutzer @muentefering. Was Fragen aufwarf nach der tatsächlichen Verfassung des oft hoch gerühmten deutschen Qualitätsjournalismus! Zahlreiche Redaktionen hatten den Münte-Twitter ohne Eigenrecherche übernommen! Chapeau, Netzpolitik!

Moral setzt Freiheit voraus – Einschränkungen der Marktkommunikation sind kontraproduktiv für alle Beteiligten

1. Juni 2008 von Udo Sonnenberg

„Alle Produkte, für die Reklame gemacht wird, taugen nichts“, hat einmal ein großer Kritiker der kommerziellen Werbung gesagt. Emotional betrachtet, kann man dem nur zustimmen: Werden wir nicht täglich mit zum Teil aggressiven und nervtötenden Werbebotschaften geradezu bombardiert?! Bei dieser Diskussion sollte man jedoch zwei Ebenen unterscheiden: Die erste und banale Ebene bezieht sind auf die Inhalte von Werbung. Darüber kann trefflich gestritten werden. Ästhetik in Wort und graphischer Gestaltung sind mitunter nicht vorhanden und die Sinne werden geradezu beleidigt – das Gegenteil gibt es aber auch. Den ganzen Beitrag lesen »

Die Schönheit der Politik

9. September 2007 von Uwe Alschner

Bernd Ulrich hat in der aktuellen Ausgabe Nr. 37 der ZEIT auf Seite 3 einen bemerkenswerten Essay über “die Schönheit der Politik” veröffentlicht. Bemerkenswert daran ist weniger die Festlegung des Autors auf schöne oder hässliche Momente der Politik. Darüber lässt sich immer streiten. Bemerkenwerst ist der Artikel weil er, wenn auch erst am Schluß, den Zusammenhang von Politik und Medien erwähnt. Ulrich kann man nur zustimmen in seinem Urteil, dass Politik etwas Erhabenes, Schönes sei. Sie ist für uns gleichbedeutend mit Demokratie, der Staatsform, für die ein besserer Ersatz erst noch gefunden werden muß. Auch stimmt, dass Kritik wie sie von prominenten Künstlern wie Grönemeyer oder Enzensberger überliefert wurde, die Gefahr der Demokratieverdrossenheit in sich birgt. Gleichwohl wird auch Ulrich zugestehen müssen, dass es Momente oder gar Trends gibt, auf die Kritik von der Art Grönemeyers oder Enzensbergers zutriftt. Dass es unter Umständen auch angebracht sein kein, diese Kritik so wie geschehen zu äußern - um die Schönheit der Politik zu bewahren! Den ganzen Beitrag lesen »