28. Juni 2009 von Uwe Alschner
Vier der fünf Fraktionen des Deutschen Bundestages unterstützen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, aber rund Zweidrittel der Wähler stehen ihm skeptisch bis ablehnend gegenüber, Tendenz steigend. Mit welcher Kommunikationsstrategie begegnen die Bundesregierung und insbesondere der Verteidigungsminister sowie sein ranghöchster Soldat dieser Diskrepanz? In den vergangenen zwei Wochen konnte man den Eindruck gewinnen, der Bundeswehrverband als ”Soldaten-Gewerkschaft” sowie der Wehrbeauftragte der Bundeswehr, der Ombudsman der Bundeswehrangehörigen im Parlament, hätten die schwierige Vermittlungsaufgabe übernommen, die kritische deutsche Öffentlichkeit auf die wahrscheinliche weitere militärische Eskalation vorzubereiten - obwohl ihre Aussagen eher die aktuelle Sicherheitslage als die noch trüberen Aussichten am Hindukusch wiedergaben. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Kommunikation, Transparenz, Politik |
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30. März 2009 von Uwe Alschner
Hartmut Mehdorn ist eine der kantigsten Unternehmenspersönlichkeiten in Deutschland, die sich in keiner der kleineren und größeren Krisen in einer ”Trutzburg”-Strategie in den Bahn-Tower am Berliner Potsdamer Platz zurückgezogen hat. Seinem Naturell entsprechend, also neukommunikationsdeutsch “authentisch”, warf sich der Bahn-Chef bei heruntergelassener Zugbrücke als Einziger, wie es oft schien, in fast jedes Scharmützel vor das Burgtor. Damit zog er als Vorstandsvorsitzender alle Pfeile für Missstände in dem Staatsunternehmen persönlich auf sich, die seinen Mitarbeitern und Untergebenen sowie den Anforderungen der Poltik an ihn galten. Nun ist es zweifellos richtig: so sollte ein Unternehmenslenker in einer funktionierenden Unternehmenskultur - zumal in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess wie hier - gestrickt sein. Dennoch wurde der Bahnchef im Laufe der Jahre zu einer negativen Projektionsfläche. Diese immer stärkere unvorteilhafte Personalisierung wurde noch dadurch verstärkt, dass Mehdorn zeitweilig als letzter Kämpfer für den Börsengang und die politisch unpopuläre Privatisierung der AG wirkte, für die er als “Antreiber” ursprünglich von Gerhard Schröder angeworben worden war. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Kommunikation, politische Kultur, Transparenz, Lobbyismus, Wirtschaft |
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